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Design Performance Viewer (DPV)

Der Design Performance Viewer ermöglicht es Architekten und Planern, bereits früh in der Entwurfsphase den Energie- und Exergieverbrauch sowie die resultierenden, energiebezogene Kosten ihrer Planung zu analysieren und als Parameter in das Gebäudekonzept mit einzubeziehen. Durch die Verwendung eines digitalen Gebäudemodells (Building Information Model / BIM) ist dies zu jedem Zeitpunkt und ohne zusätzlichem Aufwand möglich. An den Normen der SIA orientierte, relevante Energiekennzahlen können dabei in wenigen Sekunden berechnet und visualisiert werden. Der Einfluss von Massnahmen an der Gebäudegeometrie, der Konstruktion und den technischen Systemen auf den Energie- und Exergieverbrauch sowie auf deren Kosten werden sofort ablesbar. Entscheidungen bezüglich des Konzeptes und der daraus resultierenden Effizienz des geplanten Gebäudes können früher getroffen werden. Durch die Einbettung des DPV direkt in die Planungsumgebung (derzeit Autodesk Revit) ist ein Datenexport oder -import in ein anderes Programm nicht notwendig.

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BIM_DPV
DPV_interfaces
DPV @ SCHÜCO Messe BAU2009

In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Schüco ist eine Version des Design Performance Viewers entstanden, die speziell auf die Anforderungen dieses Herstellers zugeschnitten ist. Die Kooperation fand im Rahmen der Energy2-Strategie von Schüco statt, die sich schwerpunktmäßig mit dem Thema „Energie sparen und Energie gewinnen“ befasst. In diesem Zusammenhang verfügt Schüco bereits über Werkzeuge für eine energieeffiziente Planung und Produktion von Fassaden, es fehlte aber noch eine Software, die speziell den Entwurfsprozess unterstützt.

Der DPV integriert spezielle Bauteile aus der Produktpalette des Herstellers. Außerdem wurde das Add-On um weitere Abfragen zum CO2-Ausstoß ergänzt, deren Ergebnisse ebenfalls visuell dargestellt werden. So ist einerseits über eine Grafik sichtbar, wie viel Kilogramm Kohlenstoffdioxid pro Quadratmeter und Jahr ein Gebäude emittiert, während andererseits in einer weiteren Darstellung die Transmissionswärmeverluste über die Fassaden dargestellt sind. So kann der Planer sofort die Güte der Fassade und die daraus resultierenden CO2-Emmissionen ablesen – eine Information, die nicht nur für Neubauten, sondern auch bei Sanierungen hilfreich ist: Hier begleitet der DPV den gesamten Umbauprozess über alle Phasen hinweg und stellt dabei für jeden Schritt die energetischen und kostenspezifischen Aspekte dar.

schuecoBau
Hochbauamt Graubünden: Kantonsschule Chur
Energieeffiziente Sanierungsmöglichkeiten mit BIM und DPV am Beispiel der Kantonsschule Chur.

Aus der Wettbewerbsauslobung:“
Das Haus „Cleric“, benannt nach der vormals dort stehenden Villa der Familie von Cleric, weist heute einen dem Alter des Gebäudes entsprechenden erheblichen Sanierungsbedarf auf:
Die Gebäudehülle erfüllt insbesondere die Anforderungen an den Wärmeschutz bzw. an die kantonale Energiegesetzgebung nicht. Alle Geschossdecken und viele Wandanschlüsse bilden Wärmebrücken. Im Weiteren weisen die Betonfassadenelemente eine ungenügende Betonüberdeckung der Bewehrung und zahlreiche Risse auf. Dies führt zu Abplatzungen und Rostflecken. Die Tragfähigkeit der Konstruktion ist zwar dadurch nicht beeinträchtigt, die Befestigung der Fassadenelemente genügt jedoch den heutigen Anforderungen nicht und muss verbessert werden. Die Fugen sind mit PCB-belasteten Fugendichtungsmassen (FDM) verkittet. Diese FDM samt den angrenzenden kontaminierten Fugenflanken müssen fachgerecht entfernt und entsorgt werden. Aus den Erfahrungen an der Kantonsschule Halde sind dies sehr aufwändige, teure Arbeiten. Die Dachabdichtungen, die Fenster und der Sonnenschutz haben ihre Nutzungsdauer erreicht oder überschritten und müssen ersetzt werden.“

keoto zeigte in diesem Projekt welche Massnahmen zu treffen sind, damit zum einen die Fassade in ihrer ursprünglichen Gestalt/Ausdruck erhalten werden kann und zum anderen trotz geringer Fassadeneingriffe ein CO2-freier Betrieb möglich wird. Gesamtsystembetrachtung und Variantengenerierung mit Hilfe des DPV

cleric_1960

visual_revit

IEE – Initative Energieeffizenz

Mit der Initiative Energie-Effizinez (IEE) will die Berufsgruppe Technik und Industrie zusammen mit anderen Planerverbänden die Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden forcieren. Sie strebt das Ziel eines treibhausgsasfreien Betriebs von Gebäuden an. Die IEE will dazu beitragen, treibhausgasfreie Gebäude früher als mit bisherigen Bestrebungen zu realisieren. Bis ins Jahr 2060 soll die Bevölkerung der Schweiz deutlich weniger hochwertige Energie verbrauchen als heute. Dabei soll die Umweltbelastung aus der Energienutzung, die in Form von Treibhausgasemissionen anfällt, für den Gebäudebereich drastisch reduziert werden. Die IEE schlägt dazu einen Transformationspfad vor, der einen objektorientierten Erneuerungsplan beinhaltet. Der treibhausgasarme und enerigeeffiziente Betrieb von Gebäuden soll mit einem flexiblen und objektorientierten Vorgehen erreicht werden. Die Kriterien Architektur, Gebäudetechnik, Energieversorgung und Wirtschaftlichkeit sollen integral und pro Gebäude individuell berücksichtigt werden.

Das Vorprojekt wurde von einem Kernteam, in dem Planerverbände, Wissenschaft und Besteller/Investoren vertreten waren, erarbeitet. Es umfasst folgende Phasen:
1. Analyse
2. Workshops
3. Projektbeschrieb
4. Methodik und ausgewählte Beispiele

In allen Phasen ist keoto beratend und mit seiner Technologie involviert. Darüber hinaus entwickelt keoto einen Softwareprototyp als „proof of concept“ mit dem der Effekt einer Beschleunigung durch die mögliche gesamtheitliche Betrachtung erreicht werden kann.

NSE_Diagramm